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Dieser Tag sollte lang werden, aber ao lang?

Wir fuhren morgens schon möglichst früh los, da wir Angst hatten nicht durch Hamburg zu kommen! Die ersten 20km waren richtig schön, es ging direkt an der Elbe oder auf halber höhe am Hang entlang durch größere Wälder. Es machte in der milden Morgenluft richtig Spaß zu fahren. Immer ging es am Hang bergauf und bergab. Schon bald hatten wir das 20km entfernte Geesthacht erreicht. Von dort aus ging es langsam in die Vororte von Hamburg. Wir fuhren auf den Elberadweg einen Zickzackkurs auf meist landwirtschaftlich genutzten Wegen durch Wiesen, kleinen Dörfern und Gärtnereien. Die große Hamburger AotobahnbrückeAuch diese Strecke, die ich den Tag zuvor lange geplant hatte, brachte fahrspaß und vorallem uns sehr dicht vor das Zentrum von Hamburg ohne eine viel befahrene Straße zu begegnen. Aber irgendwann lässt es sich nicht mehr vermeiden. Nachdem wir noch 3km auf einer kleinen Straße durch ein Hafengebiet gefahren waren, standen wir mitten in der Großstadt. Jetzt ging es auf Radwegen neben 4-Spurigen Straßen mitten durch die CDie umfangreichen Hafenanlagenity immer mit dem Versuch zur Uferpromenade zu kommen. Nach 2km war auch das geschafft. Jetzt ging es durch große Menschenmassen, die eine Hafenrundfahrt oder sonstiges machen wollten und den Radweg nicht bemerkten, und ihn so meistens blokierten. Aber die Menschen wurden schnell weniger so mehr man sich vom Hauptzentrum entfernte (war auch kein gutes WeSchöne Sicht von einem Hamburger Hügeltter). Jetzt ging es die nächsten 10 km immer auf der Uferpromenade entlang, bis wir endlich aus dem Zentrum raus waren und langsam die Campingplätze und Villenviertel begannen. An der rechten Seite wurde der Hang auch schnell steiler und lies manchmal vor sich nicht mal eine Häuserreihe zwischen sich und Elbe passen. Daher war auch meist auch nur eine kleine Straße an unserer Seite. So ging es 30km weiter immer mit dem Ziel Wesel vor Augen. Wir wollten zwar nicht nach Wesel, aber wenn man sich immer sagt, "nur noch 100km", frustriert man. So aber hat man immer ein Etappenziel auf das man sich konzentriert, und eines davon war Wesel, denn wenn wir erstmal in Wesel wären, wären wir durch Hamburg durch, und wir hätten auch "nur noch" 40 km zu fahren...

Endlich aus Hamburg raus! Aber wo lang?;-)Und irgendwann erreichten wir dann auch Wesel und nach Wesel waren wir endlich wieder "im Freien" (so kam es uns vor). Dieses Bild entstand als wir gerade das letzte Kraftwerk hinter uns gelassen hatten und hoch auf den Deich gefahren waren.

Jetzt konnte es ruhiger weiter gehen. Nachdem wir 80km hinter uns hatten und auch gut durch Hamburg gekommen waren, waren wir gerade noch im Zeitplan aber zufrieden und rechneten noch mit 40 km, so wie vorher auch von mir ausgemessen wurde;-).

Doch so schnell sollten wir noch nicht in Glücksstadt sein! Die erste böse Überraschung erfuhren wir, als wir vor einem Stellwerk (Brücke über in die Elbe einmündenen Fluß, die nur am Tag stündlich überquerbar ist) standen. Wir waren eine halbe Stunde zu spät, denn das Stellwerk hatte an diesem Tag schon das letzte mal geöffnet und jetzt gings dort nicht mehr hinüber! Also mussten wir 2 km wieder zurück und dann noch 2 km ins Landesinnere um über eine Brücke zu fahren. Also Ungefähr 5 km Umweg.

Aber nicht genug, jetzt kam noch ein viel größeres Stellwerk, dass nach der Auskunft einer Einheimischen noch geöffnet haben sollte. Aber als wir da waren, wurde uns gesagt, dass wir wieder zu spät sind und es heute nicht mehr geöffnet würde. Na toll!!! Jetzt mussten wir bis nach Itzehoe fahren, um eine Brücke zu finden! Das waren 8 km ins Landesinnere und dann nochmal 20 km an einer viel befahrenen Bundesstraße nach Glücksstadt. Wer das Stellwerk geöffnet gewesen, dann wären es nur noch 15km gewesen, also nochmal fast 15km Umweg! Ich kann mich zwar nicht mehr so gut dran erinnern, aber ich glaube, ich war kurs davor auszuflippen. Keine Motivation mehr, nichts. Und dann knurrte uns auch noch der Magen. Also haben wir uns erstmal ein paar Brötchen und Twix bei einem Supermarkt gekauft und sofort gegessen. Nach einer viertel Stunde konnte es dann nach dem "1. Abendbrot" endlich weitergehen. Vor uns eine 20km lange immer gerade ausgehende viel befahrende Bundesstraße, die noch nicht mal immer einen Radweg besaß! Und dann noch leichter Gegenwind! Unser Motto lautete Augen zu und durch. Schließlich war es schon 18 Uhr und normalerweise waren wir um 18 Uhr bis jetzt immer schon in der Jugendherberge...

Also rasten wir fast die ganzen 20km mit 28-30km/h auf flacher Strecke mit leichten Gegenwind, 20kg Gepäck und 120 km in den Beinen! Eine Leistung auf die ich bis jetzt noch zurück schaue und stolz bin:-). Aber unser Pech war noch nicht zu Ende! So schön die Jugendherberge in Lauenburg war, so schrecklich war sie in Glücksstadt. Eine altes, kleines, leicht herunterkommendes (vorallem von innen) Haus mit 12-Betten-Zimmern, und einer Jugendherbergsleiterin, die man niemanden als Schwiegermutter wüschen würde:-) So "etwas" grimmiges, unfreundliches hab ich vorher noch nicht erlebt! Aber irgendwann geht auch der längste Tag zu Ende...



Zusammenfassung

Gefahrene Kilometer: 140

Durchschnittsgeschwindigkeit: 19,1

Nettofahrzeit: 7,19



Landschaft: Oft begleitete einen, ein langgestreckter Hügel an der Elbe, der oft bewaldet war. Ansonsten flach und Weideland

Fahrradwegbeschaffenheit: Gut

Ausschilderung: In Hamburg keine, ansonsten in Ordnung

Bemerkung: Hamburg kann man ganz gut durchqueren / Vorsicht: Die Stellwerke ziwschen Hamburg und Glücksstadt sind nicht immer geöffnet


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