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Wir waren mehrmals in der Nacht; wegen dem starken Regen; aufgewacht. Und jetzt hofften wir das sich unsere Befürchtungen nicht Bewahrheiten würden. Doch als wir aus dem Kellerfenster schauten sahen wir die Bescherung: Es schüttete, wie wahrscheinlich schon die ganze Nacht, aus Eimern. Das konnte man daran sehen das an den Unmöglichsten Stellen Wasser stand. Wie z.B. im frisch umgegrabenen Rosenbeet oder mitten im Gras. Und es sah nicht so aus als ob es bald aufhören würde.

Den ganzen Tag nur Regen :-(Als es nach dem leckeren Frühstück immer noch stark regnete, beschlossen wir einfach mit unseren Regenjacken und -Hosen los zu fahren, da es wahrscheinlich nicht als zu bald aufhören würde. Direkt an der Bundesstraße wären es nur 55 Kilometer nach Wittenberge. Doch davon rieten uns das Ehepaar von der Pension ab, da es eine sehr viel befahrene Straße war und es keinen Radweg an der Seite gab. Das wollten wir uns nicht antun, auch wenn wir dann in drei Stunden in Wittenberge wären.

Wir fuhren also zur Elbe (10 Kilometer) und dann so gut wie die ganze Strecke auf Landstraßen (manchmal sahen sie aus, wie nach dem Krieg) oder aber auch auf sehr neuen Radwegen. Manchmal regnete es so doll, dass es unter dem Auge stach und man das Auge fast gar nicht auf bekam. Zumindest blinzelte man über 60 Mal in der Minute! Man dachte kaum nach und fuhr wie eine Maschiene irgendwie nur benommen vor sich her ohne sich umzuschauen oder sich zu unterhalten. Ich glaub ich hab nur am Mittag zum Essen etwas getrunken. Ansonsten blieben die Drinks wo sie waren, weil man das Wasser, das einem dem Gesicht hinunterlief jeder Zeit, durch Mund aufmachen, trinken konnte.

Die ganze Zeit fuhr mein Bruder hinter mir her. Vorher fuhr ich immer hinter ihm. Ich fand`s gut, weil ich einerseits kein Spritzwasser ins Gesicht bekam und anderseits besser sehen konnte, weil kein großer Rucksack vor mir war. Außerdem vertrieb er sich die Zeit mit telefonieren. Er telefonierte über ne halbe Stunde mit seiner Freundin und dann noch mit anderen Freunden und das alles beim Fahrrad fahren.

Als wir dann auf die andere Seite der Elbe mit der Fähre übersetzten, um den Elberadweg nachzufolgen, kamen wir schon nach Havelsberg. Dort fuhren wir klitschnass (auch von innen)in ein Restaurant um Mittag zu essen. Wir waren bis auf die Haut durchgeregnet. Nachdem wir uns auf die letzten Kilometer gemacht hatten (es war nicht mehr weit), hörte es auf zu regnen und wir froren jetzt, da unsere nassen Sachen uns auskühlten. Wir hatten Angst uns zu erkälten. Zum Glück taten wir es aber nicht.

Wir kamen dann bald auf der nördlichen Elbseite fahrend in das Storchendorf Rühstedt, wo der Tourismus sehr gefördert wird. Dort machten wir aber nur ein paar Fotos wie ihr sehen könnt und fuhren dann weiter, durch die für Störche wichtige Landschaft (feuchte Wiesen).

Wir erreichten dann über Landstraßen, durch die für diese Gegend typischen Baumalleen fahrend, Wittenberge. Und fanden dann dort bald unsere Pension am Ortsausgang für die nächste Nacht.

Wir wurden freundlich von dem Herrn der Pension empfangen und konnten unsere Sachen im Haus trocknen lassen. Nachdem wir uns von dem nassem Tag erholt hatten, gingen wir zu einer nahgelegen Pizzeria, die uns der allein lebende Mann (konnte gut Frühstück machen) empfohlen hatte.

Insgesamt hat mich aber Wittenberge enttäuscht, da es dort überhaupt nichts Historisches und auch nichts modernes wie Kinos, Einkaufszentrum usw. zusehen gab.

Ich schätze, dass es an diesem Tag stellenweise über 70 Liter auf den Quadratmeter geregnet hat. Zum Glück hatten wir nur einen solchen schei** Regentag. Trotz allen war so was doch mal eine schöne Erfahrung.



Zusammenfassung

Gefahrene Kilometer: 88

Durchschnittsgeschwindigkeit: 18,5

Nettofahrzeit: 4,44



Landschaft: Meistens durch Wald- und Ackerland (davon haben wir nicht so viel mitbekommen)

Fahrradwegbeschaffenheit: Entweder auf zum Teil heruntergekommen nicht viel befahrenen Landstraßen oder, wenn man Glück hatte, auch auf neuen Radwegen neben der Straße

Ausschilderung: Manchmal Lückenhaft

Bemerkung: So starken 12-18 stündigen Dauerregen habe ich noch nicht erlebt. Und da soll noch mal einer sagen, im Osten regne es zu wenig.


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