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Nach einem leckeren Frühstücken ging es gegen neun Uhr los. Erst mal mussten wir aus Magdeburg raus. Dies erwies sich leichter als wir dachten. Erst einmal auf den Elberadweg gefunden, ging es schnell aus Magdeburg raus. Es ging an dem Bundesgartenschau Gelände entlang, noch auf Asphalt durch eine schöne Auenlandschaft. Doch sobald man ein paar Kilometer aus Magdeburg war, wurde aus dem Asphalt Schotter und dann aus dem Schotter ein holpriger Grasweg. Ausgerechnet an einer wichtigen Stelle fehlte die Ausschilderung. Entweder links in ein Wäldchen oder gerade aus in ein winziges Dorf. Wir entschieden uns durchs Wäldchen zu fahren zumal dieser Weg an der Elbe verlief. Das Wäldchen lag auf einen Hügel. Die Bäume ragten bis ins Wasser. Richtig romantisch. Wir sahen lange keine Schilder mehr und sich richtig auf der Karte orientieren konnte man sich auch nicht. Wir hatten uns schon mit einem Umweg abgefunden. Doch nachdem wir nach Fragen schon wussten wo es zu Fähre ginge, mit der wir auf die andere Seite übersetzen wollten, sahen wir tatsächlich plötzlich ein Elberadwegschild, das uns dann zur Fähre leitete.

Auf der Fähre unterhielten wir uns mit drei anderen Tourenradlern, die in dieser Gegend eher spärlich anzutreffen waren. Wir fuhren jetzt immer auf dem Elberadweg, obwohl dieser größere Umwege ins Landesinnere machen sollte. Sobald wir von der Landstraße runter waren fuhren wir auf einen fast gar nicht gefahren Sandfeldweg. Obwohl wir uns sehr quellten, kamen wir nur langsam durch den tiefen Sand voran. Manchmal konnte man sich nicht auf dem Rad halten. Doch wenn man dachte man sei falsch, weil der Weg in einer Wiese verschwand, stand wieder mitten in der Gegend ein Schild, das uns den Weg wies. Als wir dann irgendwann wieder auf eine Landstraße fanden, holten wir bald eine dreiköpfige Fahrradfahrergruppe ein, die gemütlich durch die Landschaftlich schlich. Und siehe da es war die Gruppe von der Fähre. Wir fragten sie wie sie es vor uns geschafft hatten, zumal sie sich doch so Zeit ließen. Darauf entgegneten sie, dass sie auf der Landstraße geblieben sind. Das machte uns natürlich noch wütender auf die Planer vom Elberadweg. Wir kämpfen uns durch den Sand und die... .

Grauenhaft dieser tiefe Sand:( Und es wurs auch noch viel schlimmer als auf dem Foto:((Doch bald fuhren wir mehr und mehr durch Felder auf Landstraßen, die sogar manchmal einen Radweg hatten. Und als wir uns fünf Kilometer vor Tangermünde verfuhren, fing es an zu regnen. Ich guckte mir schnell noch einmal die Karte an, bevor ich sie wegen des stärker werden Regen wegpacken musste. Jetzt kamen unsere Regenjacken und Regenhosen zum ersten Mal zum Einsatz. Wir entschieden uns, da es ja regnete und wir nicht auf die Karte gucken konnten, den einfachsten Weg jetzt weiter zu fahren und der ging weiter gerade aus und dann immer auf einer Bundesstraße bis Stendal entlang. Der Regen wurde so doll, das wir uns kurz vor Stendal unter einer Tankstelle unterstellten mussten, um nicht ganz klitschnass zu werden.

Als es dann fast ganz aufgehört hatte, fuhren wir die letzten Kilometer an der viel befahrenen Bundesstraße bis zu unserer Pension. Pension deswegen weil es in einem Umkreis von 50 Kilometern keine Jugendherberge gab. Es war eine willkommene Abwechslung, allein schon deswegen weil wir einen Fernseher hatten und wir mal so zwischen durch erfuhren, dass unter anderen eine Concorde in den letzten vier Tagen abgestürzt ist, wobei über 100 Menschen gestorben sind. Man bekommt doch bei so einer Fahrradtour wirklich nichts mit!

Da mein Bruder einen sehr viel brutaleren Fahrstil als ich hat, hatte mein Bruder schon eine Acht und noch so ein paar Schäden an seinem Fahrrad und ich noch gar nichts. Also ging er zu einem Fahrradhändler, während ich duschte. Dieser sagte ihm das er ungefähr für 400 DM sein Fahrrad General Überholen müsse. Doch weil mein Bruder nicht so viel Geld dafür ausgeben konnte und der Mann es an einem Tag nicht schaffen würde, machte er nur das notwendigste.

Zum Abendbrot gingen wir wie jeden Tag in eine Pizzeria (die war wirklich gut). Als wir wieder zurück gingen, fing es an zu regnen. Der wie wir dauernd hören mussten, die ganze Nacht noch durchschütten sollte.



Zusammenfassung

Gefahrene Kilometer: 96

Durchschnittsgeschwindigkeit: 19,5

Nettofahrzeit: 4,55



Landschaft: Meistens wenig besiedeltes, aber stark bewaldetes Land

Fahrradwegbeschaffenheit: Entweder auf Landstraßen oder auf sandigen Feldwegen

Ausschilderung: Manchmal Lückenhaft

Bemerkung: Wie kann man den Elberadweg durch so tiefen Sand verlegen?


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