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Von Schöna nach Dresden

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Wir fuhren um halb sechs mit dem Fahrrad zum Hbf. Hildesheim (10km), damit wir dort kurz darauf mit dem Zug nach Schöna aufbrechen konnten (bei der Fahrt konnten wir schon einen Teil unserer Elbe–Tour sehen).

Unser Startpunkt Schöna - Auf der anderen Elbseite ein "Polenmarkt"Als wir um Gewaltige Klippen13 Uhr in Schöna ankamen, treteten wir sofort heftig in die Pedale, damit wir an dem Tag noch unser Tagesziel, die JH "Rudi Arndt", erreichen konnten. Diese Etappe ist zwar die Kürzeste (wir hatten ja auch nur den halben Tag lang zum Fahrradfahren Zeit), aber die wohl landschaftlich schönste gewesen. Wir fuhren immer direkt an der Elbe entlang durch das berühmte Elbsandsteingebirge, fern ab von allen Straßen. Oben die hohen Felstürme und unten die Elbe, auf der der "Dresden-Dampfer" fährt. Bald kamen wir in ein sehr verschachteltes Dorf, wo wohl schon andere Fahrradfahrer wegen der schlechten Ausschilderung aufgeben mussten (war aber eine Ausnahme). Dort sahen wir ein selbst gemachtes Schild, das wohl ein verzweifelter Anwohner, der immer nach dem Weg nach Dresden gefragt wurde, dort aufgestellt haben muss, denn auf dem Schild stand mit Pfeil: „Dresden, Magdeburg, Hamburg“.

Mein Bruder fuhr meistens immer vor mir, was sich die nächsten Tage auch noch ändern sollte, denn er hatte vor der Tour eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 km/h und ich wenns hoch kam von 22 km/h. Außerdem hat er ein richtig gutes Trekkingrad mit dünnen Mountainbikereifen und Federung, aber ich nur ein ganz normales Trekkingrad, worauf ich aber trotzdem stolz bin. Wir fuhren also meistens an meinem Limit kurze Strecken bergauf und bergab bis zu dem Zeitpunkt als wir in einen Vorort von Dresden namens Heidenau kamen.

Das Elberadwegschild, das bis zu dem Zeitpunkt immer zuverlässig war, zeigte an, dass wir links über die Sachsenbrücke fahren sollten, was wir logischer weise taten, da auch unsere Jugendherberge auf der linken Seite der Elbe liegen sollte. Bloß was wir nicht wussten war: 1. Es gibt in ganz Dresden keine Elberadweg-Schilder, die wir verzweifelt suchten. 2. Gibt es auf der linken Seite der Elbe (hier befanden wir uns) nur eine Straße zwischen Berg und Fluss. Was uns zum Verhängnis wurde.

Ein schöner Umweg (muss man nicht unbedingt lesen)

Als erstes probierten wir es einer ganz neuen Straße durchs Gewerbegebiet (am dichteste an der Elbe gelegene Straße). Hier war der Bürgersteig in Fahrrad- und Fußweg eingeteilt. Daher dachten wir uns, dass das dann ja wohl der richtige Weg sein muss, warum sollte man auch sonst einen Radweg einbauen.. Doch was wir noch nicht wussten war das es in ganz Ostdeutschland keine Schilder für Sackgassen gab, wenn sie eine Wendeschleife hatte. Was nichts an der Tatsache ändert das es eine Sackgasse ist. Und das alle neuen Straßen in Ostdeutschland einen Fahrradweg haben und sein die Straße noch so unwichtig. Also durften wir nach ein bis zwei Kilometern umdrehen und zurück fahren. Wir kamen dann zu einer sehr viel befahrenen Straße, die gerade im Bau war und nur einen 40 cm breiten Grobschotter Streifen am Rande hatte. Nach nochmaligen Versuch einen anderen Weg zu finden, der Ergebnislos endete, beschlossen wir diesen Weg zu nehmen (ich glaube es wurde gerade an der linken Seite der Straße der Elberadweg ausgebaut, so das man dort jetzt gut lang kommt). Wir fuhren also zwei Kilometer mit zehn Km/h neben einer nur so vor Abgasen stinkende Straße (auf der Straße war Stau). Nach den zwei Kilometern wurde es nicht viel besser. Die Straße blieb, nur aus dem 50 cm Streifen wurde ein zwei Meter breiter sehr rissiger, hügeliger Fußweg. So fuhren wir also die nächsten ca. 6 km durch ein trostloses Wohngebiet ohne jegliche Geschäfte.



Radweg kurz vor Dresden - ElbwiesenDoch irgendwann fanden wir einen Radweg, der uns an der Elbe entlang durch grüne Wiesen bis ins Zentrum führte. Bald darauf kamen wir am Bahnhof an, wo wir einen halben Tag zuvor noch umgestiegen waren und fanden zu unserem Überraschen sehr schnell die Jugendherberge „Rudi Arndt“, die zu Fuß nur 10 Minuten vom Zentrum entfernt lag. Mir ging es trotz der „wenigen“ Kilometer, die wir an diesem Tag gefahren waren, ziemlich dreckig. Ich überlegte schon ob ich die Tour durchstehen könne. Denn wenn es mir schon nach dem ersten Tag so schlecht gehen sollte, wie würde es dann erst in drei Tagen ausschauen, dachte ich. Zum Glück Bewahrheiteten sich meine Überlegungen nicht. Es lag wohl einerseits am erste Tag und anderseits das ich seit 4 Uhr nachts auf den Beinen war.

Wir dösten also erst mal 11/2 Stunden vor uns hin bevor uns der Hunger in die Stadt zog. Nachdem wir bei Pizza Hut gegessen hatten gingen wir ins nagelneue Kino, das genau im Zentrum lag. Als der Film zu Ende war gingen wir noch durch die Fußgängerzone von Dresden. Es war schon fast 22 Uhr und uns wurde immer gesagt das wir aufpassen und nicht irgendwelchen Schlägertrupps oder anderes Gesindel über den Weg laufen sollten. Doch es war alles ruhig und man fühlte sich bei der schönen Atmusphäre richtig wohl (Also in Hildesheim sieht es um 22 Uhr anders am Bahnhof aus).



Zusammenfassung

Gefahrene Kilometer: 64

Durchschnittsgeschwindigkeit: 18,8

Nettofahrzeit: 3:25



Ein schöner Fels

Landschaft: Sehr schön, viele Stops für Fotos einplanen

Fahrradwegbeschaffenheit: Bis vor Dresden gut / in Dresden schlecht

Ausschilderung: Bis vor Dresden gut / in Dresden gibt es so was gar nicht

Bemerkung: Man muss häufig kurze, steile Abfahrten oder Anstiege bewältigen


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